„Es ist so kalt hier in diesem Loch. Ich bin müde und erschöpft. Und mein Feind weiß das ganz genau. Es muss so sein. Schließlich geht es ihm genau so.“
Wir schreiben den Anfang des 20. Jahrhunderts, die Industrialisierung Europas läuft auf Hochtouren. Ausgelöst durch die Machtbesessenheit vieler Landesführer, ihrer Gier nach Ländereien und Rohstoffen beginnt ein Wettrüsten von bisher nie da gewesenem Ausmaß. Fabriken laufen Tag und Nacht. Niemand will unvorbereitet sein, wenn der scheinbar unvermeidliche Konflikt seinen Lauf nimmt… Europa gleicht zu diesem Zeitpunkt einem Pulverfass.
„Seit Tagen robben wir nun durch den Schlamm. Schüsse fliegen uns um die Ohren, Granaten explodieren. Das Donnern der Artillerie ist ohrenbetäubend...“
In dieser heiklen Lage ist das Attentat auf Österreich-Ungarns designierten Thronfolger Franz Ferdinand ein gefundenes Fressen für die kriegslüsternen Deutschen. Durch ihr enges Bündnis mit den Österreichern greift ein Zahnrad ins andere und plötzlich geht ganz Europa auf Gefechtsstation. Präsidenten und Könige aus allen Himmelsrichtungen wittern ihre Chance um Landesgrenzen zu erweitern, feindliche Städte zu erobern und von Problemen im eigenen Land abzulenken.
„…wenn sich eines dieser Metallmonster neben uns in Bewegung setzt…klingt es als ob die Welt untergeht… wie gern wäre ich jetzt bei meiner Familie…“
Unerwartet kam diese Situation jedoch für niemanden. Die Generäle ihrer Länder erkannten schnell, dass das absehbare Blutvergießen mit bis dato nie dagewesener technologischer Raffinesse vollzogen werden würde. Alles war nur noch eine Frage der Zeit. Das letzte Stündlein hatte geschlagen. Doch für wen?
„…jeden Tag frage ich mich, ob ich sie jemals wiedersehe. Gibt es überhaupt noch eine Heimat, nach all dem?“
Die Deutschen mit den alles vernichtenden Haubitzen, die Franzosen mit ihrem Festungsbollwerken die Engländer mit ihrer übermächtigen Armada und einem neuartigen Metallgefährt, das seinen Feinden schnell unter dem Begriff „Panzer“ das Fürchten lehren sollte. Selbst der Luftraum war von todbringenden Flugzeugen und Zeppelinen übersät.
„. … konzentriere dich. Nicht zu viel Nachdenken. Wenn du hier zu viel nachdenkst, bist du tot…kon…zen…trieren…Oh Gott. Jetzt rennen sie auf uns zu! Mein letztes Magazin ist fast leer. Es sind so viele! Sie kommen immer näher!!!....“
In dieser schwierigen Lage erfordert es ein Staatsoberhaupt von Welt, das im bevorstehenden größten Krieg der Menschheitsgeschichte kühlen Kopf bewahrt, strategisches Geschick beweist, überlebenswichtige Bündnisse schließt und sein Militär zum Sieg führt. Jemanden, der durch seine Fähigkeiten dem Feind immer einen Schritt voraus ist und in der brenzligsten aller Lagen ein ruhiges Händchen behält.